Kartäusermuseum Tückelhausen
Das Kartäusermuseum Tückelhausen
Der kleine Ochsenfurter Stadtteil Tückelhausen hütet einen besonderen Schatz:
die vollständig erhaltene Anlage eines Kartäuserklosters. Die Kartause "Cella Salutis" -
Zelle des Heils - bestand von 1351 bis zur Säkularisation im Jahre 1803 und prägt den Ort bis heute.
Die Mönche dieses strengen Schweigeordens verbanden Elemente des Einsiedlerlebens mit denen des Lebens in Gemeinschaft.
Dies kann der Besucher hier vor Ort besonders gut nachvollziehen.
In einem Flügel des Kreuzganges sowie zwei Mönchszellen mit dazugehörigem Garten, gibt das Museum einen Einblick in die Geschichte, Lebensweise und Frömmigkeit des Ordens anhand von ausgewählten Exponaten, die aus unterfränkischen Kartausen stammen.
In den beiden Obergeschossen, die u.a. die Bibliothek des Klosters bargen, hatte der Künstler Karl Clobes (1912-1996) nach der Übersiedlung aus Berlin
in den Nachkriegsjahren sein Atelier. Er war als Maler an vielen Kirchenausstattungen in der Region beteiligt, etwa mit den Kreuzwegbildern für die ehemalige Klosterkirche in Tückelhausen sowie die Stadtpfarrkirche St. Andreas in Ochsenfurt.
Das Kartäusermuseum und die ehemalige Klosterkirche St. Georg sind bis auf Weiteres wegen baulicher Mängel gesperrt.
Das Kirchenportal wird täglich geöffnet. Der Pilgerstempel liegt im Windfang bereit. Dieser gewährt auch Einblick in den Kirchenraum.
Die Klosteranlage selbst, ihre Gliederung in einen inneren und äußeren Klosterhof sowie die als private Wohnhäuser erhaltenen Mönchszellen, sind mit einem Rundgang anschaulich zu erfassen. Eine Broschüre informiert detailiert. Sie steht hier zum Download bereit.




