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Stadt Ochsenfurt

Trachtenmuseum im Greisinghaus

Im überregional als bedeutend eingestuften  Trachtenmuseum im Greisinghaus präsentiert sich dem Besucher die reiche und kostbare Tracht des Ochsenfurter Gaus mit ihren zahlreichen Abstufungen und Varianten. Die  am reichsten verzierte Tracht Unterfrankens ist Ausdruck des Reichtums, der Freude und der Trauer. Ausstellungsstücke zur Wäschepflege und die Nähstube einer Trachtenschneiderin ergänzen das Spektrum zum Thema Tracht.

Wer Lust hat, selbst in eine Tracht zu schlüpfen, kann dies im „Anziehkämmerle“ tun!

Trachtenmuseum

 

Spitalgasse 13
97199 Ochsenfurt

Öffnungszeiten:
ab Ostersonntag 2022
Samstag, Sonntag und Feiertag 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Erwachsene 3,00 €
Kinder frei
Kombiticket für Heimat- und Trachtenmuseum 4,50 €

 

„Leben und Arbeiten im Ochsenfurter Gau“ – Miniaturgespanne von Elmar Haaf

Seit dem 15. Mai ist im Ochsenfurter Trachtenmuseum in der Spitalgasse eine kleine Sonderausstellung mit Miniaturgespannen des Hopferstädter Elmar Haaf zu sehen.

Gezeigt werden circa ein Dutzend kleiner Modelle aus Holz,  die der ehemalige Filialleiter der Hopferstädter Raiffeisenbank, nach Eintritt in seinen Ruhestand im Jahr 2002, geschnitzt hat.

„Geschnitzt habe ich schon immer“ sagt er. Als Kind hat er bereits bei seinem Onkel beim Schnitzen Vieles abgeschaut und bei diesem Hobby ist es dann auch geblieben.

Liebevoll geschnitzt und bemalt sind die zahlreichen kleinen Gespanne, die getreu dem großen Vorbild gearbeitet wurden.

Im Alltag gab es für die Bauern im Ochsenfurter Gau viele Frachten zu transportieren. Ob es nun Holz aus dem Wald, Ernten wie Heu oder Getreide  waren. Zur Weiterverarbeitung wurde Milch an die Verbraucher oder Gemüse und Obst auf den Markt gebracht.

Für die zahlreichen Transporte standen dem Bauern der von Vieh gezogene vierrädrige Wagen, der Leiter- und Kastenwagen, oder die zweirädrige Karre zur Verfügung. Als Zugtiere dienten neben den Pferden, Ochsen und Kühe.  

Geländegängiger war die zweirädrige Karre, da sie in feuchten und weichen Böden besser zu handhaben war. Für sperriges Ladegut, Heu und Getreide benutzte man  den vierrädrigen Leiterwagen. Er war vielseitig verwendbar, da man den Aufsatz je nach Gebrauch verändern konnte. So wurde der Wagen mit einem Kasten versehen, wenn Mist, Früchte oder Kartoffeln zu fahren waren. Für Heu oder Stroh wurde der Wagen durch „Leitern“ verlängert. Sollte besonders hoch geladen werden, setzte man vorne zwischen die Leitern noch ein Ladegitter und hinten zwei Stöcke ein. Zum Transport von Langholz entfiel der Aufbau, hier reichte das Grundgestell mit den Rungen.

Zu sehen ist die Ausstellung bis Allerheiligen zu den üblichen Öffnungszeiten des Trachtenmuseums.

   
http://www.ochsenfurt.de//de/tourismus-kultur/museen-und-austellungen/trachtenmuseum